Tagung zum Konzil von Pavia-Siena (1423-1424)

Vom 10.-12. September findet in Siena eine Tagung zum Konzil von Pavia-Siena statt. Es handelt sich um die Nachfolgetagung des Kongresses, der im vergangenen Jahr den ersten Teil der Synode (Pavia, April - Juni 1423) gewürdig hatte. Die Vorträge in Siena widmen sich dem zweiten Teil des Konzils (Siena, Juli 1423 - März 1424). Sie finden in Santa Maria della Scala und im Archivio dello Stato statt. Hier das Programm.

 

Eintrag im online-Lexikon: Papiense-Senense / Pavia-Siena (A. Frenken)


Gabriel Adriányi (31.03.1935 -10.08.2024)

Der emeritierte Bonner Ordinarius für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte unter Einschluss der Kirchengeschichte Osteuropas (1976-2000) ist nach kurzer Krankheit am 10. August im Alter von 89 Jahren in Zalaegerszeg (Ungarn) verstorben. Hier die Würdigung seiner Verdienste durch die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Bonn sowie durch das Römische Institut der Görresgesellschaft.

Adriányi war dem Projekt Konziliengeschichte zusammen mit seinem akademischen Lehrer Bernhard Stasiewski, der auch seine Habilitationschrift "Ungarn und das I. Vatikanum" (1975) betreut hatte, von den ersten Jahren an verbunden, wie seine Beiträge im AHC und seine Vorträge auf den Symposien der Konziliengeschichte zeigen (zuletzt konnte er noch 2018 in Rom teilnehmen und zum Thema "Die letzten zehn Diözesansynoden Ungarns [1993-1999] und die Minderheitenpastoral" referieren). Unvergessen ist die Tagung, die er selbst vom 16.-20. September 2010 in Esztergom für die Gesellschaft für Konziliengeschichtsforschung ausgerichtet hat.

Prof. Gabriel Adriányi wurde am 22. August in der Krypta der Pfarrkirche der Hl. Margareta (Szent Margit) in Veszprém beigesetzt. R.I.P.

 


Neue Einträge

Lexikon der Konzilien

Iberische Halbinsel: Elvira (ca. 306)Zaragoza I (380), Toledo (400).

 

Alberto Ferreiro


Convegno Internazionale 100 anni dal Concilium Sinense: tra storia e presente

100. Jahrestag des Konzils von Shanghai 1924, Pontificia Università Urbaniana, 21. Mai 2024

Shanghai, 15. Mai 1924: Das erste Konzil der katholischen Kirche in China beginnt in der Kathedrale des Heiligen Ignatius von Loyola. Es handelt sich um Bischöfe, Generalvikare, Ordensleute und Priester, die meist in fernen Ländern geboren wurden und als Missionare nach China kamen. Sie kamen mit dem Auftrag zusammen, die apostolische Arbeit auf chinesischem Boden im Lichte von Maximum Illud, dem Apostolischen Schreiben Papst Benedikts XV. aus dem Jahr 1919, neu zu beleben, um zu bekräftigen, dass der Glaube an Christus keinem Volk fremd ist, - „er ist keiner Nation fremd“- , und dass an keinem Ort der Erde die Tatsache, Christ zu werden, gleichbedeutend damit ist, „sich unter den Schutz und die Macht eines anderen Landes zu stellen und sich dem eigenen Gesetz zu entziehen“. Das Konzil von Shanghai hat detaillierte Bestimmungen zur Förderung und Begleitung des Wachstums eines einheimischen Klerus erlassen. Chinesische Bischöfe und Priester sollten mit der Leitung der Ortskirche betraut werden. Die Konzilsdekrete legten konkrete Maßnahmen fest, um der kolonialen Mentalität entgegenzuwirken, die auch in die kirchliche Praxis eingedrungen war. Zu den vielen aktuellen Zeichen dieses Konzils gehörte der Hinweis, Diözesansynoden, Treffen und Versammlungen von Priestern, Ordensleuten und Frauen zu fördern und die Entstehung von Vereinigungen zu unterstützen, die von den Laien getragen werden. 100 Jahre später erweist sich die synodale Erfahrung des Concilium Sinense mehr und mehr als Schlüsselstelle auf dem beispiellosen Weg der katholischen Kirche im heutigen China. Und auch heute noch bietet es fruchtbare Einsichten für alle, die sich für die Gegenwart und Zukunft der apostolischen Arbeit in der Welt interessieren (aus dem Tagungsprogramm).

 

Hier das ganze Programm


Das Konzil von Nizäa in der Theologie Benedikts XVI.

Studientag zum Konzil von Nizäa (325)

Die St. Mary's University Twickenham London veranstaltet am 11. Mai 2024 im Hinblick auf das bevorstehende Konzilsjubiläum 2025 eine Tagung mit dem Titel: Towards the 1700th Anniversary of the Council of Nicaea (325) - The Council and its Creed in the Theology of Benedict XVI.

Hier das Programm


In Memoriam Michele Miele OP (1931-2021)

Die Zeitschrift "Campania Sacra", deren Direktor Michele Miele in den Jahren 2006-2020 war, widmet den Jahrgang 54 (2023) dem am 8. Dezember 2021 verstorbenen Domininkanerhistoriker. Gerardo Imbrano: "Michele Miele: La Vita e gli scritti" zeichnet auf den Seiten 7-48 das Lebensbild des Ordensmanns und Historikers (auf den Seiten 15-48 findet  sich das umfangreiche Schriftenverzeichnis Mieles). Miele hat durch zahlreiche Studien zur Geschichte des Dominikanerodens, zur Kirchengeschichte der Neuzeit und zur Konziliengeschichte Süditaliens auf sich aufmerksam gemacht. Dem Projekt "Konziliengeschichte" war er durch häufige Teilnahme an den Tagungen, den 1996 erschienenen Band "Die Provinzialkonzilien Süditaliens in der Neuzeit" (in italienisch: I concili provinciali del Mezzogiorno in età moderna, 2001) sowie Aufsätze und Rezensionen in der Zeitschrift "Annuarium Historiae Conciliorum" verbunden.