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Edimburgense / Edinburgh

Abtei Holyrood: Legatenkonzil; 1239 (19. Oktober)

 

Einberufen wurde das Konzil auf den 19. Oktober 1239 vom päpstlichen Legaten Kardinal Otto da Tonengo, der zuvor, am 25. September 1237, in York einen Frieden zwischen den Königen von England und Schottland vermittelt hatte. Einer der Gründe für diese Versammlung war, Geld für einen Kreuzzug aufzubringen. Da der schottische Klerus offenbar nicht zur Zahlung eines Subsidiums verpflichtet werden konnte, musste der Legat Überzeugungsarbeit leisten, um die Zahlungsbereitschaft zu erhöhen. Aus einer späteren Prozessakte von 1240 geht jedenfalls hervor, dass der schottische Klerus dem Legaten eine Zahlung zugesagt hatte. Darüber hinaus publizierte Otto auf die schottische Kirche zugeschnittene Konstitutionen bzw. Kanones – vergleichbar mit denen für England auf der Londoner Synode 1237. Nachweislich stützte Ottos Legationsreise nach Schottland im nachfolgenden Jahrzehnt Bischof David de Bernham von St. Andrews (1239-53) und andere reformorientierte Bischöfe in ihren Bemühungen.

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QQ: Registrum de Dunfermelyn: Liber Cartarum Abbatie Benedictine SS. Trinitatis et B. Margarite Regine de Dunfermelyn, ed. C. Innes, Edinburgh 1842, 137.

Lit.: DizCon II 26f. [C Sisto]; D.M. Williamson, Some aspects of legation of Cardinal Otto in England 1237-41, in: EHR 64 (1949) 145-173, hier 160-165; Watt, Dictionary 42f.; Watt, Konzilien 54-57, 72.

 

Frenken, Ansgar

Dezember 2020

 

Empfohlene Zitierweise:

Frenken, Ansgar, “Edimburgense / Edinburgh: Abtei Holyrood: Legatenkonzil; 1239 (19. Oktober)" in: Lexikon der Konzilien [Online-Version], Dezember 2020; URL: http://www.konziliengeschichte.org/site/de/publikationen/lexikon/database/4016.html