zurücksetzen

Bergense / Bergen

Provinzialkonzil / Reichssynode (?); 1233 (Herbst)

 

Wahrscheinlich berief Erzbischof Sigurd (Eindridesson) von Trondheim (Erzbischof 1231-1252) sämtliche Suffragane im Winter 1232-1233 zu einem Provinzialkonzil ein. Dies geschah vermutlich in Form eines Briefs, der als  “Bote” bezeichnet wurde. Die Teilnehmer wurden darin aufgefordert, den Erzbischof im darauffolgenden Sommer in Bergen zu treffen. Die Einberufung ist nur an einer einzigen Stelle in der Saga des Königs Håkon Håkonsson erwähnt. Das Konzil ist anderweitig unbekannt. Dagegen waren der Erzbischof und die Bischöfe von Bergen, Hamar, Oslo und Stavanger auf einer Reichsversammlung anwesend, zu der der König den Jarl Skule (Bårdsson) während des Frühlings 1233 einberief. Die Versammlung behandelte keine internen kirchlichen Angelegenheiten, sondern eine Übereinkunft bezüglich der Aufteilung des Reiches zwischen dem König und dem Jarl. Das erreichte Resultat wird den energischen Friedensbemühungen des Erzbischofs und der Bischöfe zugeschrieben.

----------

QQ: Hákonar saga, Kap. 174; Regesta Norvegica I, Nr. 620.

Lit.: Johnsen, Fra den 212; Helle, Konge 140f.

 

Nilsson, Bertil

Januar 2013

 

Empfohlene Zitierweise:

Nilsson, Bertil, “Bergense / Bergen: Provinzialkonzil / Reichssynode (?); 1233 (Herbst)", in: Lexikon der Konzilien [Online-Version], Januar 2013; URL: http://www.konziliengeschichte.org/site/de/publikationen/lexikon/database/2709.html