Neue Einträge

Lexikon der Konzilien

Ilerdense / Lérida (1418)

Johannes Grohe


Aktuell

Brian Tierney (1922-2019)

Am 30. November 2019 ist Brian Tierney, emeritierter Professor für mittelalterliche Geschichte an der Cornell University, im Alter von 97 Jahren verstorben. Am 7. Mai 1922 in Scunthorpe, Lincolnshire, als Sohn einer Familie irischer Abstammung geboren, trat er in die Royal Air Force ein und erhielt für seine Verdienste während des Zweiten Weltkrieges von König Georg VI. den "Distinguished Flying Cross and Bar" Orden. Nach dem Krieg besuchte er das Pembroke College der Cambridge University, wo er bei Walter Ullmann studierte und 1951 seine Doktorarbeit in mittelalterlicher Geschichte abschloss. Er lehrte an der Catholic University of America, Washington D.C. und dann 33 Jahre lang an der Cornell University, Ithaca N.Y. Er wurde 1969 zum Goldwin-Smith-Professor für mittelalterliche Geschichte und 1977 zum ersten Bowmar-Professor für humanistische Studien ernannt.


Neuerscheinungen zur Konziliengeschichte

Aymat Catafau, Nikolas Jaspert, Thomas Wetzstein (dir.), Perpignan 1415. Un sommet européen à l'époque du Grand Schisme d'Occident, Münster: LIT Verlag 2019 (= Geschichte und Kultur der Iberischen Welt Bd. 15). 688 S.

1415 trafen sich der deutsche Herrscher Sigmund und König Ferdinand I. von Aragon in Perpignan, um Papst Benedikt XIII. zur Abdankung zu veranlassen. Trotz der Unterstützung seitens des berühmten Bußpredigers Vinzenz Ferrer OP brach Benedikt diese Verhandlungen ab. Daraufhin bereitete das Abkommen von Narbonne den Weg für die Anhänger seiner Obödienz, dem Konzil von Konstanz beizutreten.


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Lexikon der Konzilien

Konzil von Pavia-Siena (1423-1424) - Ansgar Frenken


Neuerscheinungen zur Konziliengeschichte

Guillaume Cuchet, Charles Mériaux (dir.), La dramatique conciliaire de l'Antiquité à Vatican II,  Septentrion, Lille 2019

Nach der überlieferten christlichen Theologie werden Konzilien vom Heiligen Geist "inspiriert" oder "unterstützt", doch sprechen die Quellen zugleich von politischen Manövern, Intrigen und handfesten Auseinandersetzungen, sowohl bei der Durchführung von synodalen Versammlung selbst als auch bei der Abfassung der daraus hervorgehenden Dokumente. Aus der Nähe betrachtet, erscheint  dies alles sehr menschlich. Dieses Buch untersucht über einen langen Zeitraum und auf verschiedenen Ebenen die historischen Wurzeln dieses "konziliaren Dramas".


Heft 38/2 (12016(2017) des AHC erschienen

Aktuell

Das Heft enthält überwiegend Beiträge von der Tagung zur Konziliengeschichte, die unter dem Titel Konzil und Frieden vom vom 15.-17. September 2016 in Berlin statgefunden hat (zum Inhalt). 


Neuerscheinungen zur Konziliengeschichte

Niccolo Steiner, Diego Laínez und Alfonso Salmerón auf dem Konzil von Trient. Ihr Beitrag zur Eucharistie- und Messopferthematik, Stuttgart 2019. 469 S.

 

Das Konzil von Trient (1545-1563) war für die Katholische Kirche das zentrale Ereignis des konfessionellen Zeitalters. Die beiden Jesuiten Diego Laínez und Alfonso Salmerón waren die einzigen Theologen, die an allen drei Sitzungsperioden des Konzils teilnahmen. Ihre Beiträge zur Eucharistie- und Messopferthematik stehen, gemeinsam mit den zentralen Themen Schrift und Tradition sowie Rechtfertigung, im Zentrum der Auseinandersetzung des Konzils mit den neu entstehenden Kirchen der Reformation. Der vorliegende Band arbeitet minutiös die Arbeitsweise der beiden Jesuitentheologen und ihren Anteil an den Trienter Dekreten zum Eucharistiesakrament und zum Messopfer heraus und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des Konzils.