Sunday 25. August 2019

Neuerscheinungen zur Konziliengeschichte

Federico Tavelli, Las naciones en el Concilio de Constanza: Castilla en el camino a la unidad, Ciudad Autónoma de Buenos Aires: Agape Libros 2018. 562 pp.

Die Konzilien sind im Leben der Kirche stets besonderer Ausdruck ihrer kollegialen Leitungsstruktur gewesen. Zugleich reflektieren sie komplexe historische Phänomene der jeweiligen Zeit. Das Konzil von Konstanz (1414-1418) war da keine Ausnahme. Es versuchte, das 1378 begonnene Schisma zu überwinden und die Einheit der Kirche des Westens wiederzuerlangen. Wegen der besonderen Umstände ihrer Einberufung und ihres Verlaufs sowie der Rolle von Konzilsnationen in den Entscheidungen der Synode handelt es sich um eine Versammlung sui generis, die auch 600 Jahre nach ihrem Abschluss weiterhin Fragen aufwirft. Die vorliegende Arbeit widmet sich der Einrichtung der fünf Nationen im Konzil (gallicana, anglicana, germanica, italica und hispanica). Die nationes hatten entscheidende Rolle im Verlauf des Constantiense, wobei der Abstimmungsmodus per nationes den traditionellen per capita ersetzte. Die Untersuchung der Rolle von Kastilien innerhalb der Natio Hispanica macht die Funktionsweise dieser einzigartigen Verfahrensordnung deutlich. Kastiliens Beitrag war von Bedeutung, um die ersehnte Einheit zu erreichen, denn die kastilische Gesandtschaft trat dezidiert als Anwalt der Ansprüche Papst Benedikts XIII., des Papstes der avignonesischen Obedienz, auf, konnte aber nicht vom Konzil in der Reichsstadt Konstanz ausgeschlossen werden, wenn man das Schisma endgültig überwinden wollte. Die späte Eingliederung der Natio Hispanica in das Konzil von Konstanz und die ernsten Konfrontationen, die bei der Ankunft der Gesandtschaften, die sie bildeten, auftraten, gefährdeten mitunter den Erfolg des Konzils.


Neuerscheinungen zur Konziliengeschichte

Pasquale Bua (a cura di), Roma, il Lazio e il Vaticano II. Preparazione, contributi, recezione, Edizioni Studium 2019. 768 pp. – Der Sammelband untersucht Vorbereitung, Beiträge und Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils in den siebzehn Diözesen der Region Latium. Nach einem einleitenden Aufsatz über die Entstehung und Entwicklung dieser Kirchenregion Latium und ihrer erst nach dem Konzil eingerichteten Bischofskonferenz, ist der Band in drei Teile gegliedert, in der die Diözese Rom, die suburbikarischen Diözesen und übrigen Bistümer der Region behandelt werden.


Neue Einträge

Lexikon der Konzilien


Dr. Hermann Berlin verstorben

In Augsburg ist am 11. Februar 2019 Dr. Hermann Berlin verstorben. Der Wirtschaftsprüfer und prominente Augsburger Kommunalpolitiker gehörte der Gesellschaft für Konziliengeschichtsforschung e.V. seit Beginn an und war deren erster Schatzmeister. Die Gesellschaft gedenkt seiner mit Dankbarkeit und ist der Familie in der Trauer um den Verstorbenen aufrichtig verbunden. Hier ein Nachruf in der Augsburger Allgemeinen Zeitung vom 16. Februar.


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Lexikon der Konzilien

Konzilien in Australien und Neuseeland: Provinzialkonzil von Australien: Sydney (1844); II. Provinzialkonzil von Australien: Melbourne (1869); I. Plenarkonzil von Australien und Neuseeland: Sydney (1885); II. Plenarkonzil von Australien: (Sidney 1995); Provinzialkonzil von Neuseeland: Wellington (1899); III. Plenarkonzil von Australien: Sydney (1905); Provinzialkonzil von Melbourne (1907); IV. Plenarkonzil von Australien und Neuseeland: Sydney (1937).

 


Artikel, Rezensionen und Bibliographie können ab sofort abgerufen werden

AHC ab Jahrgang 33 (2001) online

Seit Anfang des Jahres sind die einzelnen Hefte des AHC ab dem Jahrgang 33/1 (2001) online abrufbar. Es können Artikel, Rezensionen und die in jedem Heft enthaltene Bibliographie erworben werden. Das erste Heft seit der Übernahme des Ferdinand Schöningh Verlags durch die Brill-Gruppe ist Heft 48/1 (2016/2017).


Pontificia Università della Santa Croce, Rom, 21. November 2018

"Konziliengeschichte" auf dem Forschungsforum Santa Croce Projects

An der Pontificia Università della Santa Croce fand am 21. November 2018 ein Forschungsforum "Santa Croce Projects" statt, auf dem sich die an der Universität laufenden Projekte, darunter auch die "Konziliengeschichte", der Öffentlichkeit vorstellten. Nach einer Einführung durch den Rektor der Universität, Prof. Dr. Luis Felipe Navarro, konnten sich die Teilnehmer der Veranstaltung anhand von Schautafeln und Gesprächen mit den Verantwortlichen der Projekte über die einzelnen Initiativen informieren (hier die Schautafel Konziliengeschichte - Storia dei Concili). Die Präsentation bleibt für eine Woche in der 1. Etage des Haupgebäudes für Interessierte zugänglich. Hier eine Bildergalerie.          


http://www.konziliengeschichte.org/